Mittelspannungs-Spannungswandler

Mittelspannungs Spannungswandler

Mittelspannungs Spannungswandler

Mittelspannungs-Spannungswandler müssen geprüft und geeicht sein und sind nach DIN VDE 0414, Teil 2 auszuführen. Die Maße für Mittelspannungs-Stromwandler sind der DIN 42600 Teil 9 für schmale Bauform zu entnehmen und einzubauen. Die Bezeichnungen der Anschlussklemmen müssen eindeutig (mit deutscher bzw. internationaler Bezeichnung) und gut lesbar sein.

Das Leistungsschild des Wandlers muss gut lesbar sein und folgende Daten enthalten: 

  • Hersteller, Bauform, Fabriknummer 
  • Genauigkeitsklasse, zugehöriger Bemessungsleistung 
  • Zulassungszeichen
  •  Primäre Bemessungsspannung, Therm. Grenzstrom 
  • Sekundäre Bemessungsspannung, Bemessungs-Spannungsfaktor 
  • Frequenz, Isolationspegel

 

Technische Größen:

  •  Wandlerspannung:  10.000√3/100√3 V 20.000√3/100√3 V 30.000√3/100√3 V
  •  Leistung: 15 VA
  •  Genauigkeit: Klasse 0,2 oder 0,5 (10 kV – Spannungswandler) Klasse 0,2 oder 0,5 (20 kV – Spannungswandler) Klasse 0,2 (30 kV – Spannungswandler)
  • Bemessungs-Spannungsfaktor: 1,9 x UN bei Erdschlussdauer von 8 h
  • Thermischer Grenzstrom: Ith = 6 A (10 kV – Spannungswandler) Ith = 9 A (20 kV und 30 kV – Spannungswandler)
  • Frequenz: 50 Hz
  • Isolationspegel: 12/28/75 kV (10 kV – Spannungswandler) 24/50/125 kV (20 kV – Spannungswandler) 35/70/170 kV (30 kV – Spannungswandler)

 

Beim Einsatz von Stromwandlern werden durch den Anwender folgende zwei Hauptforderungen erhoben:

– hohe Messgenauigkeit im Nennstrombereich – Schutzfunktion im Überstrombereich

Zur Realisierung dieser Anforderungen ist es notwendig, dass das Leistungsangebot (die Nennscheinleistung) des Stromwandlers, weitestgehend an den tatsächlichen Leistungsbedarf der Messanordnung angepasst wird. Zur Ermittlung des tatsächlichen Leistungsbedarfs müssen, neben dem Eigenleistungsbedarf der angeschlossenen Messgeräte, auch die Leitungsverluste der an den Sekundärkreis des Wandlers angeschlossenen Messleitungen berücksichtigt werden.

Der tatsächliche Leistungsbedarf der angeschlossenen Messgeräte ist den jeweiligen Datenblättern zu entnehmen

Zu beachten:

Ist der Leistungsbedarf der Messanordnung wesentlich geringer als das Leistungsangebot des  Stromwandlers, so verliert dieser im Überstrombereich seine Schutzfunktion.  Im Extremfall kann dies zu einem Defekt der angeschlossenen Messgeräte führen.

Spannungswandler sind Spezialtransformatoren zur proportionalen Umsetzung von hohen Primärspannungen auf direkt messbare, kleinere Sekundärspannungswerte. Bedingt durch ihren konstruktiven Aufbau, sowie ihr physikalisches Wirkprinzip, wird eine sichere galvanische Trennung zwischen Primärkreis und Messkreis erzielt.
Bei Bemessungsfrequenz und bei Belastung der Bemessungsbürde zwischen 25 % und 100 % bei einem Leistungsfaktor von cos β = 0,8 (induktiv) darf der Spannungsfehler und der Fehlwinkel die in der nachfolgenden Tabelle angegeben Werte bei 5 % der Bemessungsspannung und bei der Bemessungsspannung multipliziert mit dem Bemessungsspannungsfaktor nicht überschreiten. Bei 2 % der Bemessungsspannung sind die Grenzwerte des Spannungsfehlers und des Fehlwinkels doppelt so hoch wie nachfolgend angegeben.

Mittelspannungs Spannungswandler