Leistungsmessungen

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Leistungsmessungen

Abb.7 zeigt einen Vergleich von kalorimetrisch gemessenen und aus elektrischen Daten mit dem beschriebenen Multiplikations verfahren ermittelten Leistungswerten. Die dazu nötigen Appa ratekonstanten wurden im Abschnitt  bestimmt. In Abb.7 ist auf der Abszisse nicht die Probenleistung sonderndie kalorimetrisch bestimmte Summe von HF-Kreisverlusten und Probenleistung aufgetragen. Die Berechung von N W erfolgte nach Gl. (11). Die eingezeichnete Diagonale gibt den theoretisch erwarteten Verlauf wieder.Für cos-iJ “‘1, sin-iJ:::;-iJ , NM«N
sergibt sich aus Gl. (11) ein ein facher Fehlerausdruck

~NW = 136W = 20W + 61W + 34W + 21W

Die Gl. (23’) gibt für eine Wirkleiocung von 528W Zahlenwerte, die die Größe der einzelnen Terme abzuschätzen gestatten.Der merkbar größte Einzelfehler rührt hier von der Unsicherheit des Multiplikatorausgangs her. Dort bringen Verbesserungen den größten Gewinn. Für andere Leistungswerte ergeben sich ähn liche relative Fehler wie hier, nämlich Der Fehler der kalorimetrisch ermittelten Leistung ist dagegen klein. Ein Fehlerbereich von ±25% wurde beiderseits der Dia gonale eingezeichnet. Die Meßwerte liegen gut in diesem Be reich.

Schlußfolgerungen

Multiplikative Wirkleistungsmessungen wurden an einem 0,5 MHz Generator durchgeführt. Die Ergebnisse sind noch mit relativ großen Unsicherheiten behaftet. Sie können entscheidend re duziert werden durch Ubergang zu höheren Signalpegeln, z.B. durch Verwendung von Trennverstärkern oder Boostern, die ein abgeschlossenes San-Kabel bis zu ±10 V aussteuern können (jetzt maximal 1 bis 1,7 Vss). Das nutzbare Multiplikatorsignal kann man durch passende Wahl von ~ erhöhen. Weitere Verbesserungen bringen neue hochlineare Multiplikatoren und
die Verwendung eines zweiten HF-RMS-Meters zur simultanen Registrierung von Ueff und Jeff. Weiter muß geprüft werden, ob der Verlustwiderstand des HF-Kreises möglicherweise in folge variabler Kontaktwiderstände oder wegen meßtechnischer Unsauberkeiten noch keine zeitlich konstante Größe ist. Eine Wirkleistungsermittlung mit einem Fehler von wenigen Prozent erscheint möglich.

F.E. Reiß: Arbeitsvorschlag zur Bestimmung von Stoffwerten zwischen 2000 Kund 5000 K unter Anwendung des induktiven Heizverfahrens, 1973, unveröffentlicht.F.E.Reiß, H.Ripfel und K.Schretzmann: Der Wärmedurchgang durch Kohlefilze Gesellschaft für Kernforschung mbH., Karlsruhe, KFK-638, 1967

F.E.Reiß und K.Schretzmann: Die axiale Verteilung der reduzierten Wärmeleistung auf induktiv geheizten kreiszylindrischen Stäben. Elektrowärme international ~, 207-215, 1968

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