stromwandler

Stromwandler

Stromwandler

Die Anschlüsse der Primärwicklung sind mit “K” und “L” oder “P1” und “P2” bezeichnet und die Anschlüsse der Sekundärwicklung mit “k” und “l ” oder”s1″ und “s2”. Die Polung hat dabei so zu erfolgen, dass die “Energieflussrichtung” von K nach L verläuft.

Schienen-Stromwandler und Rohrstab-Stromwandler

Erstere sind Aufsteck-Stromwandler, die mit einem Primärschienenstück geliefert werden. Rohrstab-Stromwandler sind eine Sonderform der Aufsteck-Stromwandler. In der Primärschienen-Durchführung befindet sich ein rohrförmiger Kupfereinsatz (Cu-Hülse). Diese Ausführung erlaubt es, den Wandler unmittelbar zwischen der Überlappung von Stromschienen, zwischen Stromschienen und Trenn- oder Sicherungsleisten u.s.w. einzusetzen.

Durchfädel-Stromwandler

Bei der Übersetzung kleiner Ströme kann eine Kostenersparnis erzielt werden, indem man anstelle von Wickel-Stromwandlern Aufsteck-Stromwandler für höhere Primärströme verwendet. Man erreicht die erforderliche Durchflutung (n · I), indem der Primärleiter mehrmals durch die Primärschienen-Durchführung gewickelt (gefädelt) wird. Z.B. entsteht aus einem Aufsteckwandler 150/5A durch dreimaliges fädeln des Primärleiters ein Stromwandler mit der Übersetzung 50/5A

Summen-Stromwandler

sind Sonderformen von Wickelwandlern mit mehreren, untereinander getrennten Primärwicklungen und dienen der Addition von Strömen eines gleichen Strangs. (weitere Informationen unter Kapitel “Summen-Stromwandler”)

 

Schutzwandler

Während Messwandler oberhalb ihres Gebrauchs-Strombereiches möglichst rasch in die Sättigung gehen sollen (ausgedrückt durch den Überstromfaktor FS) um ein anwachsen des Sekundärstroms im Fehlerfall (z.B. Kurzschluss) zu vermeiden und die angeschlossenen Geräte dadurch zu schützen, verlangt man bei Schutzwandlern eine möglichst weit außerhalb liegende Sättigung. Schutzwandler werden zum Anlagenschutz in Verbindung mit den entsprechenden Schaltgeräten eingesetzt. Norm-Genauigkeitsklassen für Schutzwandler sind 5P und 10P. “P” steht hier für “protection”. Der Nenn-Überstromfaktor wird (in %) hinter die Schutzklassen– bezeichnung gesetzt. So bedeutet z.B. 10P5, dass beim fünffachen Nennstrom die negative sekundärseitige Abweichung vom entsprechend der Übersetzung (linear) zu erwartenden Wert höchstens 10% beträgt.

Sättigungswandler

werden hauptsächlich in der Mittelspannungstechnik im Sekundärkreis von Schutzwandlern eingesetzt, wenn diese gleichzeitig für Messaufgaben verwendet werden sollen, da Schutzwandler aufgrund ihrer Bestimmung die den Sekundär– kreis schützende Sättigung erst bei höheren Strömen erreichen.

Sekundär umschaltbare Stromwandler

haben sekundär eine oder mehrere Anzapfungen, um durch beschalten dieser ver-schiedene Übersetzungen realisieren zu können. Die nicht benutzten Anschlüsse müssen offen bleiben. Die Anzapfungen sind dabei grundsätzlich auf die l -Seite zu legen. Das Wicklungsende erhält dann den Index “1” und die Anzapfungen mit abnehmender Windungszahl die fortlaufende, aufsteigende Bezifferung.

Eichfähige Stromwandler

haben eine Bauartzulassung durch die PTB Braunschweig und sind für den Einsatz zu Verrechnungszwecken zugelassen.

Stromwandler mit Gießharzverguss

Durch zusätzliches Vergießen wird Tropenfestigkeit erziehlt oder eine höhere Schock- und Rüttelfestigkeit bei extremer mechanischer Beanspruchung (IEC 68).

Umbau-Stromwandler

haben einen teilbaren Kern und werden hauptsächlich zum nachträglichen Einbau verwendet, um das Auftrennen des Primärleiters zu vermeiden. (weitere Informationen unter Kapitel “Umbau-Stromwandler“)